Mittendrin - Deutsche und Migranten aus Russland e.V.
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70 Yahrestag der Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion



Zwei Monate nach Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges am 22. Juni 1941 wurde der Erlass des sowjetischen Regimes "Über die Übersiedlung der Deutschen, die in den Wolgarayons wohnen" herausgegeben, der die deutschen Bewohner des Wolgagebietes in willkürlicher Weise beschuldigte, aggressive Aktionen gegen die Sowjetunion zu planen und "Feinde des Sowjetvolkes und der Sowjetmacht" zu verstecken.
Diese falschen Vorwürfe wurden zum Anlass für die Deportation aller Deutschen des Wolgagebietes genommen.


1941 begann die Deportation der Deutschen in der UdSSR

Betroffen: Die Deutschen auf dem Krim, im Wolgagebiet, in der Ukraine, im Kaukasus. In den Gebieten Leningrad und Moskau

Bis Ende 1941 wurden 894.626 Deutsche nach Sibirien und Kasachstan verbannt (444.115 davon Wolgadeutsche)

Zehntausende starben einen qualvollen Tod:
Jugendliche, Frauen und Männer von 15 bis 55 Jahren

Etwa 350.000 der 1,1 Millionen Deutschen Jugendlichen, Männer und Frauen mussten Zwangsarbeit leisten.

Vernichtung durch Arbeit Keine andere Volksgruppe in der Sowjetunion wurde in diesem Ausmaß.


Foto                Video             Presse  


Eine ganze Generation
aufgewachsen ohne Gräber der Väter
Ein anderes Lebensgefühlschwebendes Entwurzelsein
Trauern
beim Anblick der Wolken
die zu den Toten fliegen
In der Heimat der Väter
Astrachensteppe.
Gotteshäuser
mit ausgehackten Augen.
Nichts geblieben
vom Kirch spiel,
kein Haus, kein Baum, kein Grab.
Statt des Dorfes,
das Straßburg hieß -
nur Disteln und Federgras.
Luthers Kirch en in asiatisch er Weite,
einsame Riesen, verirrt, verdurstet
auf dem Wege zu einem
nur ihnen bekanntem Ziel.
Wie von Kerzen,
von ihren Wänden
tropft die Vergangenheit
in den Sand.


Bis heute verfremd
Sie wurden verfolgt und verachtet.
Sie wurden verdammt und geachtet.
Sie haben in Lagern geschmachtet
und wurden als Deutsche entrechtet...
Enttäuschung, Entfremdung, Ermüdung.
Wie lange, wie lange noch warten?
Was ist den Verfemten geblieben?
Statt Sonne - nur düstere Schatten.
Die niedrigen Wolken am Himmel
verhüllen den Ort der Erhöhung.
Die Tage der Hoffnung verklingen:
Bedrängte in stummer Empörung...
Herrsch t heute wie früher die Lüge,
die aus ist auf Streit und Verfeindung?
Wer stampft die Gerechtigkeit nieder?
Die Willkür? Der Hass? Die Verleumdung?
Wie lang noch in Finsternis wandeln?
Wie lange den Kummer noch tragen?
Mein Volk wird bis heute misshandelt.
Wann kommen die Deutschen zu Gnaden?


 
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