Mittendrin - Deutsche und Migranten aus Russland e.V.
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Mit machen zur Integration

Ausstellung "In Deutschland angekommen" zeigt Porträts.

VON KARINA BLÜTHGEN

WITTENBERG/MZ - "Ich will, dass diese Ausstellung mutige Menschen sagt Pauline Wiedemann. Und schon fängt die Vorsitzende des Ortsvereins "Mittendrin Deutsche und Migranten aus Russland" an zu erzählen. Wie sie zu den Vietnamesen in die Läden, zum Chinesen gangen ist, um Kontakte zu knüpfen. Und wie toll der Tag der Begegnung jüngst war. Der gebürtige Iraker Dr. Mohei Qadduri sei gerührt gewesen, als irakische Musik erklang. "Eine Einladung, und ich bin wieder bei ihnen", habe er sich herzlich bedankt.

O ja, Pauline Wiedemann weiß, wie sie die Menschen erreicht. Offen und herzlich geht sie, die in einem deutschen Dorf in Zentral-Kasachstan geboren wurde und seit 1997 in Deutschland lebt, auf die Menschen zu - auf Deutsche, die denen Deutschland inzwischen zur zweiten Heimat geworden ist.
Die Ausstellung "Mittendrin statt nur dabei" stellt einige der Zuwanderer vor, und es sind beileibe nicht nur solche aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Eines ist allen gemeinsam: Sie haben sich integriert, arbeiten und sind Teil der deutschen Gesellschaft geworden.

"Diese Menschen bringen ja auch etwas ein", betont Pauline Wiedemann nachdrücklich beim Blick auf die neun Tafeln mit Porträts von 25 Einzel-personen beziehungsweise Familien, die zum Teil schon Jahrzehnte hier leben. Von jedem kann Frau Wiedemann Interessantes erzählen, von Familie Edelmann, die einen Laden aufgebaut hat, und von der Friseur-meisterin Tatjana Kan, die so vortrefflich das Haare färben versteht. Beim Tag der Begegnung im Wittenberger Katharinensaal war die Ausstellung erstmals zu sehen, nun steht sie im Integrationszentrum in der Lutherstraße 29 (Ecke Sternstraße), das montags bis samstags geöffnet ist. "Die Leute waren vor allem von den Zahlen beeindruckt", weist sie auf die Statistiken, wie viele Ausländer in Sachsen-Anhalt leben und arbeiten. Diesem bunten Miteinander trägt der Verein mit dem neuen Namen Rechnung. Denn es gibt in Wittenberg inzwischen nicht nur eine Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Ziel von Pauline Wiedemann ist es, Menschen aller Nationalitäten, die aus verschiedenen Gründen nach Deutschland gekommen sind, unter einem Dach zusammenführen. "Das ist nicht Aufgabe dieses Projektes, aber das will ich", lässt sie eng gefassten Grenzen kaum eine Chance.

Bis zum 11. März wird die Ausstllung im Integrationszentrum in der Lutherstraße zu sehen sein, dann kommt sie nach Bad Schmiedeberg, später auch in die Neue Sparkasse Wittenberg.
"Vielleicht zeigen wir sie danach im Landtag und, wenn es gelingt, im Bundestag", ist Pauline Wiedemann zuversichtlich. Und wer sie kennt, weiß: Sie bleibt dran.

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Dieses Projekt wird gefördert von: Sachen-Anhalt, Europäische Kommission, Euorpäischer Sozialfonds - INVESTION IN IHRE ZUKUNFT
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