Mittendrin - Deutsche und Migranten aus Russland e.V.
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Wittenberger Ensemble ist auswärts mittendrin

Ein farbenfrohes "Fest der Kulturen" in Altes Lager bei Jüterbog will helfen, Grenzen zu überwinden.

VON H.-DIETER KUNZE

ALTES LAGER/WITTENBERG/MZ - - Auf ihre Kosten kamen die Besucher beim "Fest der Kulturen" kürzlich im Kulturzentrum "Das Haus" in Altes Lager bei Jüterbog. Eingeladen und organisiert hatte die Veranstaltung der dort ansässige Verein "Raduga" (Regenbogen). Es war eine Völker verbindende, niveauvolle, farbenfrohe, temperamentvolle, aber auch nachdenklich stimmende Veranstaltung; von den Gästen mit viel Beifall belohnt.
Im Fokus standen Tänze und Lieder aus Russland, einstige Heimat der von dort stammenden Raduga-Spätaussiedler, die in Altes Lager ein neues Zuhause gefunden haben und dem südamerikanischen Paraguay, in Altes Lager vertreten vor allem durch Pfarrer Reinaldo Dyck und Eugenia Aguero. Olga Stach vom Verein "Raduga" moderierte die Veranstaltung: "Wir wollten damit einen Einblick in unser Repertoire geben." Gesungen wurde überwiegend in russisch. Aber Musik überwindet Grenzen, manches Lied ging den Gästen förmlich unter die Haut. Von der Mutter beispielsweise, die ihren Sohn im Krieg verloren hatte. Oder, der Jahreszeit angepasst, die musikalische Beschreibung des Altweibersommers. Die Damen konnten aber auch ganz schnell in eine andere kulturelle Rolle schlüpfen. Entsprechend gewandet legten sie gekonnt vor dem Bühnenbild mit russischen Zwiebeltürmen einen griechischen Sirtaki aufs Parkett.
Ganz jung dagegen waren die Mitglieder der Tanzgruppe vom Familienzentrum in Altes Lager. Eugenia Aguero hatte mit ihnen im Vorfeld eine paraguayische Polka einstudiert. Den Reigen der Tänze und Lieder rundeten Gäste aus Wittenberg ab. Mit dem Ensemble "Aljonuschka", ebenfalls Spätaussiedler, verbindet "Raduga" seit mehr als zwei Jahren eine enge Freundschaft. Paullne Wiedemann ist die Leiterin. "Wir haben die Raduga-Frauen vor gut zwei Jahren bei einem Festival in Jüterbog kennen gelernt und sofort Sympathie füreinander verspürt", sagt sie.
Seitdem sind die Kontakte zwischen "Aljonuschka" und "Raduga" immer enger geworden. Von einer tollen Freundschaft schwärmt die Wittenbergerin. Und, das passe genau zum Motto, was sich die Lutherstädter selbst auserkoren haben: "Lieber mittendrin, statt nicht dabei." Ein Wiedersehen der beiden Kulturgruppen soll es am 16. Dezember bei einem Chorkonzert im Katharinensaal der evangelischen Stadtkirchengemeinde in Wittenberg geben.

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